Montag, 15. Dezember 2008

Wunderschöne OZ-Ostküste!

Seit dem vierten Dezember sind wir nun auf australischem Boden bzw. kreuzen vor der Küste von Down Under. Es ist herrlich und heiß, Aussi-Land ist wirklich was für mich und ich bin jedesmal traurig, wenn wir schon wieder losfahren. Den einen Tag, in Airlie Beach vor dem Great Barrier Reef habe ich zum ersten Mal fast das letzte Tenderboot zum Schiff verpasst. Das hätte mir zwar eine schöne Zeit in einer total relaxten Gegend beschert, aber auch ne Menge Stress und Ärger! Und Kristina – es war noch tausend Mal knapper, als in Shanghai, als wir unsere Beine unter den Arm geklemmt hatten, und grannt sind wie doof. Nein, dieses Mal hatte ich ganz und gar den letzten Bus zum Tenderboot verpasst und musste dann per Eiltaxi und ganz viel betteln zum Hafen gebracht werden. Aber alles gut!
Das Great Barrier Reef war ein Wunschtraum, der nun in Erfüllung gegangen ist. Ich bin tauchen gegangen, und habe mit so großen Fischen getaucht, wie noch nie zuvor. Gut, ein Hai ist mir immer noch nicht in die Quere gekommen, dafür aber eine zutrauliche Riesen-Maori Brasse von über zwei Metern zum Knuddeln und Knutschen!! Die hat mich schwer an die Touristen-Moräne von meinem Vater erinnert ;-) Nichtsdestoweniger: ein tolles, unvergessliches Erlebnis mit ganz viel Spaß!
Darwin, im hohen Norden und dem sogenannten Northern Territory von Australien, war ein ganz beschaulich kleines Städtchen, und HEISS war es, unglaublich!
In Port Douglas und Airlie Beach sind wir dem Great Barrier Reef am nächsten gewesen und lagen vor den kleinen Häfen auf Reede. Besonders schön in Airlie Beach waren die vorgelagerten Whitsunday Islands, Traumstrände, kristallklares Wasser, einfach beautiful, wie hier ständig gestaunt wird.
Vor ein Paar Tagen lagen wir in Brisbane, und ich hatte das Vergnügen, bei einer Tour mit 70 Schweizer Passagieren mitzufahren. Diese Gruppe ist von Henri geführt, einem Reiseleiter an die Ende siebzig, total taff und sowas von liebenswert! Es hieß immer nur Henri und Henni… Mit dieser Gruppe habe ich so eine schöne Zeit verbracht, die haben sich meiner angenommen und zu ihren Apéros und Abendessen eingeladen. Da habe ich dann also die wirklich schöne Stadt Brisbane kennengelernt, von dem Mount Coo-Thaa aus, stolze dreihundert Meter hoch, vom Fluss aus und von den Southbank Parkanlagen, auf der ´88 die Expo stattgefunden hat. Summa Summarum hat mich die City sehr an Sydney und Melbourne erinnert, aber sowas von schön, auch da kann man es sehr gut aushalten, könnt ich mir vorstellen! So schön sauber, alles ordentlich, teilweise schöne alte Waren-und Lagerhäuser restauriert und nette Bars und Kneipen.
Einen Seetag später, ganze 11.699 Kilometer vom Hafen in Bangkok entfernt und schon wieder verdächtig nahe im Dezember vorangeschritten, sind wir vorgestern in Sydney angekommen. Dies wird einer der Umschlagshäfen für die nächsten Monate werden. Das tolle ist, dass wir aus der Stadt immer erst spät abends lossegeln, und man dann bis zum Dunkelwerden noch an Land bleiben kann. Und das in Sydney. Hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich in einem Jahr nun schon das zweite Mal hier unten rumschwirre.
Doof war nur, dass wir mit einem Wetter begrüßt worden sind, das mich ganz stark an November und Deutschland erinnert hat: Regen über strömenden Regen, kühl, grau und einfach nicht schön. Auch für Sydney nicht schön. Ich hatte mich doll auf meinen freien Tag gefreut und eine Tour in die Blue Mountains geplant. Da war ich dann auch, aber mit zehn Metern Sichtweite hätte ich auch in meiner schönen ausblicklosen Kabine bleiben können. Stattdessen bin ich, passend wie ich gekleidet war, schön nassgesogen den ganzen Tag durch die Gegend spaziert, habe bestimmt Traumfotos im Kasten, die ich gleich wieder löschen kann, und dafür eine kleine Nachtschicht aufgebrummt bekommen. Von mir verordnet. Denn die ganze anstehende Arbeit hätte ich auch an dem eh versauten Tag schaffen können, schließlich will die neue Gruppe auch wieder ne Menge Input von mir haben, und daran sitze ich nun jetzt noch….
Bevor wir dann losgeschippert sind, auf dem Weg nach Melbourne, bin ich noch in das wunderschöne Queen Victoria Building gegangen, und habe mir ein klitzekleines Bisschen Weihnachten zu Gemüte geführt: den ca. 30m hohen Tannenbaum (künstlich, was sonst…), mit Swarovski-Steinen geschmückt, bestaunt, und ein Paar frisch und heiß gebrannte Macadamianüsse genascht.
Dann ging es zurück zum Schiff, meine neue Gruppe von sage und schreibe zwölf Passagieren begrüßen (ja, das wird wirklich eine harte Fahrt!) und die nun endlich auch festlich geschmückten Gänge der Diamond Princess entlang schlendern. Ich kann mir nicht helfen, aber wie Weihnachten fühlt sich das ganze hier nicht an… Woran das nur liegen mag…
Bis Mitte Februar kreuzen wir nun zwischen Sydney und Auckland, Neu Seeland, hin und her, immer im zwölf Tages-Rhythmus, das wird fast in Arbeit ausarten, so schnell vergeht das!

In diesem Sinne wünsche ich allen zusammen ein gemütliches drittes Adventswochenende!

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