Sonntag, 25. Dezember 2011

Weihnachten ist da!

Aus dem wirklich atemberaubend schoenen Punta del Este in Uruguay schicke ich allerliebste Gruesse in die Welt und wuensche allerseits ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und gemuetliche Stunden im Kreise von Familie und Freunden.

Auch wenn ich natuerlich von Herzen gern bei meiner eigenen Familie sein wuerde (es sind nun wirklich schon vier Jahre in Folge, die ich Weihnachten zu Hause verpasse!!!) kann ich nur sagen, wie sehr uns hier auf der Journey ein wundervolles Fest beschert wird, wie in einer richtig kleinen, grossen Familie. Klingt ziemlich kitschig, aber alles, was fuer uns hergerichtet wird, von diversen Christmas-Dinners und -Buffets ueber Geschenke und Parties...von allen Jahren bisher an Bord - ist das mein Favorit!!
Es ist eine sehr warmherzige Stimmung und das ist doch die Hauptsache, dass sich jeder wie zu Hause fuehlt, auch wenn wir tausend Kilometer von daheim entfernt sind.

Wir erkunden gerade die Kueste zwischen Rio de Janeiro und Buenos Aires.
Wie lang hab ich davon getraeumt, hier her zu kommen, und all diese aufregenden Orte zu Gesicht zu bekommen...seit ich mit der Schiffsgeschichte angefangen hab. Und nun endlich!!!
Letzten Sonntag, am Vierten Advent, sind wir in Rio gewesen. Es war stressig, wir hatten Turnaround-Tag. Und ich war fuer's Erste nur auf dem Schiff, soviel muss an dieser stelle gesagt sein. Aber ich hab die Christus-Statue gesehn, tagsueber vor dick-grau-dunklen Schleierwolken, aber abends dann vor einem Lichtermeer und die Statue war hell erleuchtet und stand in einem dunklen Lichter-Panorama im Nachthimmel von RIO...jajajaaaa!!
Und dann sind wir zusammen mit 6 (!!!) anderen schiffen, auch der MS Deutschland, im Hafen gewesen und sind um 20uhr abgelegt, waehrend noch ein paar der grossen Schiffe im Hafen lagen und dann sind wir die Copacabana langsam abgefahren...am Zuckerhut vorbei....hach...GAENSEHAUT ! Und auch, wenn es vor einer Woche nur ein warming-up mit Rio und mir gab, werd ich die folgenden Aufenthalte, von denen wir zum Glueck einige haben, Vollgas geben, und das ganze Programm abklappern.
An Sylvester ist es soweit, es geht los, und mein erster Weg fuehrt mich natuerlich... hoch zum "Christ The Redeamer"!! Da geht fuer mich ein Traum in Erfuellung, ich hab fast keine Worte. Was fuer ein wundervoller Ort, um dem Jahr 2011 Good-bye zu sagen, und dann mit Millionen anderen Menschen im Feuerwerk von Rio ins Neue Jahr zu schlittern!!!

Allen zusammen wuensche ich ein glueckliches, gesundes und zufriedenes Neues Jahr & wir sehn uns hoffentlich wieder in 2012!!
Cheers!

Freitag, 16. Dezember 2011

Caipirinha, Capoeira & Feliz Natal


Fortaleza ist unser folgender Stop nach Belem gewesen. Dort haben wir die ultimative Gastfreundschaft der Brasilianer genossen: ein Gaestepaar, die Gast bei uns auf der vorherigen Reise waren, wohnen in Fortaleza und haben uns eingeladen, bei ihnen eine typische Brasilianische Feijoada zu kosten. Ein Eintopf mit viel Fleisch, Gewuerzen aus der Gegend und natuerlich mit roten Bohnen. Meine "Brazilian Gang" war schon seit Tagen total aus dem Haeuschen bei dem Gedanken darauf. Hab in mich gehorcht und mich gefragt...was, wenn mich jemand auf Bratwurst oder Eisbein einlaedt? Ich glaub ich wuerde nicht ganz so verrueckt werden, es sei denn es ist Dodo's beruehmte Martinsgans...!!! :) (2012...ich komme!!)
Zumindest sind nicht nur die Brasilianer, sondern auch Freunde eingeladen gewesen, und so sind wir mit 8 Leuten von der Crew bei Luis & Gladia einmarschiert. Ihre Hausmagde hatten uns schon beim Betreten ihrer Wohnung mit Caipirinha versorgt und wir sind nur so gemaestet worden, dass ich am Ende aus der Wohnung gerollt bin... Es war so herzlich, und lustig, und eine tolle Erfahrung. Ihre Art, Danke zu sagen, dafuer, dass wir sie bei uns an Bord so verwoehnt hatten.

In Natal haben wir eine Duenen-Buggy-Tour gemacht mit einem Cabrio-Buggy. Ich dachte, ich komme nicht heil wieder zurueck zum Schiff, so, wie der Typ die Duenen hoch und runter gerast ist!!! Am Ende war's aber Spass pur, und wir sind Duenen per Zipline und Surfboard gesurft!

Am darauffolgenden Tag haben wir Recife besucht. Interessant zu erfahren, dass wir dort dem Afrikanischen Kontinent naeher waren, als der Westlichen Landesgrenze von Brasilien. Diese Land ist so enorm gross, das merkt man speziell jetzt, wo wir Tage brauchen, um von einem Ort zum naechsten zu segeln und immer mit Vollgeschwindigkeit fahren. In Recife haben wir Olinda besucht, super huebsch. Mit bunt angestrichenen Haeuserfassaden, Kopfsteinpflasterstrassen, mit merkbar portugiesischem Einfluss.

Dieser wurde aber noch in verstaerkter Form im wunderschoenen Altstadtkern von Salvador de Bahia sichtbar: fand ich bisher das Highlight von allen Haefen im Land des Caipirinha & Capoeira!! Salvador besticht durch seine wundervoll restaurierte Altstadt, mit vielen Kirchen und Haeuserfassaden, die aus Europa stammen koennten. Auf der anderen Seite ist die Stadt gepraegt durch Afrikanische Wurzeln und nicht nur die Bevoelkerung, sondern auch die lokale Kueche vermitteln einen Geschmack von Afrika. Und die vielen Kunstgalerien ... ich werd' sonst selten schwach! Und es ist einfach ein angenehmes 'hustle and bustle" :)

Buzios ist unser letzter Stop, bevor wir e-n-d-l-i-c-h in Rio ankommen!! Suedamerikas Jetset-Ort, der auch "St. Tropez" von Suedamerika genannt wird. Brigitte Bardot laesst auch hier gruessen, sie hat den Ort 1968 besucht, und seitdem thront an der Strandpromenade ihre Statue und es ist ein Ort der Schoenen und Reichen.
Wir fahren hin, weil die Straende so toll sind, und natuerlich nehmen wir den Rest ebenso gern mit ;-)

Im Mosaic Cafe auf Deck 5 werden gerade Christmas Carols gesungen, und auch wenn wir hier nicht im Rhythmus von Adventswochenenden gehen, und die Temperaturen hier stetig in die Hoehe gehen, steht der Vierte Advent an, und ich moechte in diesem Sinne nicht verpassen, allen eine wundervolle Vorweihnachtszeit zu wuenschen!

Freitag, 9. Dezember 2011

Gruesse aus...Brasilien!

Der letzte Eintrag liegt etwas zurueck, und seitdem sind wir einige Meilen auf der See herumgeschippert.
Nicht, dass es nicht spannend war, vielleicht war es nur weniger exotisch als im Amazonas.

Nachdem wir diesen verlassen hatten, sind wir fuer knapp zwei Wochen in der Karibik unterwegs gewesen.
Ich wuerde untertreiben, wenn ich sagen wuerde, dass es nicht toll war. Herrliche kleine Inselchen, weit ab vom Schuss, und dann immer etwas nettes zum Unternehmen.
Hauptaufgabe: an einem schoenen, knackigen Bronzehautton arbeiten. Hartes Los! ;)
Dicht gefolgt von: Sightseeing. Und versuchen, nicht nur jeden Tag langweilig am Strand zu liegen!
Somit haben wir die Tage wunderschoen bunt gespickt mit verschiedenen Aktivitaeten.

In Virgin Gorda haben wir die "Baths" erkundet, und sind buchstaeblich ueber Stock und STEIN (jawohl, Riesenfelsen, wie wahllos an den Strand geschleudert) geklettert. Das Wasser in der Bucht ist so salzig, ich glaub, ich bin noch nie in so salzigem Wasser geschwommen. Autsch.

In St. John, Teil der US Virgin Islands Kette, haben wir in der Trunk Bay einen Unterwasser-Schnorchel-Pfad "abgeschnorchelt". Yaay!

In Nevis, einer winzig kleinen Insel, sind meine brasilianischen Freunde und ich gefuehlt wie auf den Spuren von "Fackeln im Sturm" gewandelt, und haben auf alten Zuckerplantagen-Farmhaeusern die wunderschoenen alten Haeuser besichtigt. In der Mitte dieser kleinen Insel thront ein Vulkan, von dem aus alles so lieblich in einem gruenen Teppich aus Palmen, Lianen, und dichtem Tropenwald hin zum Meeresufer abfaellt.

Highlight war wohl mal wieder jedermans Lieblingsinsel St. Barts, Teil der Franzoesischen Westindischen Inselkette. Wir haben einen Maedelstag angeordnet, uns ein Auto gemietet und sind den ganzen Tag wie angestochen ueber die Insel geflitzt, haben an den schoensten Straenden und wohl teuersten Hotels Stopp gemacht, und uns von Kopf bis Fuss verwoehnen lassen...Just because we can have it all!! Und Weihnachten steht ja nun auch langsam ins Haus, da kann man sich auch mal was goennen, gell?

Am vergangenen Wochenende sind wir in Barbados gewesen, um neue Gaeste aufzunehmen. Nicht viele, wir fahren gerademal mit 150 Gaesten, und sind mit 400 Crewmitgliedern deutlich in der Ueberzahl. Gute Gelegenheit, mal einen Gang runterzufahren waehrend dieser kommenden vierzehn Tage, auf dem Weg nach... RIO!!
Gestern waren wir in Belem, einer Stadt an der Muendung des Amazonas, in der 1.5 Mio Menschen leben. Wir ankern vor der Stadt, und wenn man rausguckt, sieht man nichts als Riesenhochhaeuser, die dank der Entfernung vom Schiff zur Kueste und der mind. 38 Grad Celsius Aussentemperatur leicht ineinander verschwimmen. Was es hier zu sehen gibt? Ausser einem riesigen local market "Ver-o-peso", auf dem man alle Waren nur im Kilo zu kaufen bekommt, bin ich mir nicht so sicher, und nachdem wir Manaus ausgiebig erkundet hatten, wurde mir gesagt, ich solle lieber auf unseren naechsten Hafen, Fortaleza, warten, da gaebe es deutlich mehr zu sehen und zu machen. Ich bin mit meiner Brasilianer-Gang raus auf einen Spaziergang, und wir haben die Schaetze dieses ausserordentlich grossen Marktes erkundet.

Unsere kleine Journey ist nun seit ein paar Tagen auch im Weihnachtsgewand. Wir haben zwei praechtige, leuchtende Weihnachtsbaeume in der Lobby stehen, ein grosser, weisser Weihnachtsstern kroent meinen Schreibtisch und emails von zu Hause kommen im Rhythmus der Adventswochenenden... :)
Es ist wohl mal wieder ein Jahr rum...!!! Tick tock!